An der Rigi gedeiht ein vielfältiges, ursprünglich-natürliches Pflanzen- und Tierleben. Gross ist der Artenreichtum, faszinierend sind die Naturschätze.Ein besonderer Naturschatz ist mit der früher üblichen, extensiven Landbewirtschaftung gewachsen: die Magerwiesen. Heute sind sie gefährdet. Wir wollen sie retten.

An der Rigi Südseite, von Greppen bis Brunnen, wachsen Naturschätze: Eine artenreiche, ursprünglich-wilde Flora und Fauna. 900 Blütenpflanzen, 300 Flechten, 100 Moose, weit über 1000 Insekten, dazu Brutvögel, Reptilien, Amphibien, Säuger. Dank der besonderen Geologie, der Naturgeschichte, dem milden Seeklima und dank der Arbeit der Bauernfamilien.

 


von links nach rechts: Türkenbund, Veilchenperlmutterfalter, Alpine Gebirgsschrecke

 

Anspruchsvolle Nutzung

Bauern nutzen die Wiesen der Rigi seit Generationen. Sie haben die heutige Artenvielfalt wesentlich geschaffen. Doch die ökologisch wertvollen Wiesen sind fast durchwegs steil und schlecht zugänglich. Ihre Nutzung gibt viel Handarbeit und ist stellenweise auch gefährlich.

 

 
Gäbetswil ob Vitznau

 

Bedrohte Artenvielfalt

Weil der Ertrag den Aufwand heute nicht mehr deckt, werden zunehmend wertvolle Magerwiesen an der Rigi Südseite nicht mehr genutzt. Diese Wiesen verbuschen und verwalden. Andere Magerwiesen wiederum werden gedüngt und intensiver genutzt,  um den Ertrag zu steigern. Beides bedroht die reiche Pflanzen- und Tierwelt, die Biodiversität an der Rigi.

 


Verfallender Schopf, aufkommende Verbuschung

 

Naturschatz Biodiversität

Biodiversität heisst „biologische Vielfalt“ und ist

     1.   Die Vielfalt aller Pflanzen und Tiere.
     2.   Die Vielfalt der Erbinformation in den Lebewesen.
     3.   Die Vielfalt der natürlichen Lebensräume und Lebensgemeinschaften.

Biodiversität ist wunderschön. Sie wertet Erholungsräume auf, das zeigt sich in den Magerwiesen an der Rigi Südseite. Und: Biodiversität ist ein reiches Erbe der Natur, zu dem wir Sorge tragen müssen.

Biodiversität für die Zukunft

Der Wert der Biodiversität ist unermesslich. Ein Beispiel: Viele Wildpflanzen sind besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten, Kälte, Hitze, Nässe, Trockenheit. Ihre Erbeigenschaften haben sich laufend an die sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen angepasst und können bei der Züchtung von Acker- und Futterpflanzen von Nutzen sein.

Biodiversität und Produktivität fördern – aber wie?

Mit der früher üblichen extensiven Landbewirtschaftung hat sich die Biodiversität stetig erhöht. Im 19. Jahrhundert haben die Bauern begonnen, die Produktivität zu steigern, sie haben das Land intensiver gedüngt und pro Fläche immer mehr produziert. Was wirtschaftlich willkommen ist, zerstört die Biodiversität. Wie nun kann man produktiv arbeiten und gleichzeitig die Biodiversität fördern? – Auf diese Frage Antworten zu finden, das ist die Herausforderung!

 

 


An der Rigi gedeiht ein vielfältiges, ursprünglich-natürliches Pflanzen- und Tierleben. Gross ist der Artenreichtum, faszinierend sind die Naturschätze.Ein besonderer Naturschatz ist mit der früher üblichen, extensiven Landbewirtschaftung gewachsen: die Magerwiesen. Heute sind sie gefährdet. Wir wollen sie retten.

NatuRigi heisst das Projekt, das die Magerwiesen an der Rigi erhalten und fördern will. Zusammen mit den Bauern und mit allen Interessierten der Region. Die Projektarbeiten beginnen im Jahr 2008 und sind bis 2011 geplant.

 


Magerwiesen unter dem Dossen