Jede Magerwiese ist eingebettet in eine Landschaftskammer, mit ihrer eigenen Geschichte und ihren besonderen Umweltbedingungen. Darum unterscheidet sich auch je nach Standort die Zusammensetzung der Flora und Fauna.


 
von links nach rechts: Enzian, Prachtnelke, Wundklee



Im Projekt NatuRigi interessiert uns:

  • Welche Pflanzen und welche Tiere (besonders Tagfalter und Heuschrecken) geben den einzelnen Magerrasen das Gepräge?
  • Welche floristischen und faunistischen Spezialitäten finden wir an den einzelnen Standorten? Wo etwa finden wir noch grössere Bestände der Kleinen Orchis? Wo den Warzenbeisser? Wo den Schlüsselblumen-Würfelfalter? 


 
von oben nach unten: Blutströpfchen, Hauhechelbläuling, Schlüsselblumen-Würfelfalter


Ein Grossteil des luzernischen Rigi-Südhangs ist bewaldet. Es gibt hier unterschiedliche Waldgesellschaften, vor allem verschiedene Buchenwald-Typen. Mehrere Waldgesellschaften sind naturschutzfachlich besonders wertvoll, etwa der Orchideen-Buchenwald oder der Pfeifengras-Föhrenwald. Zu den wertvollsten Offenland-Biotopen am Luzerner Rigi-Südhang gehören nebst natürlichen Felsgesellschaften und Runsen extensiv genutzte, naturnahe Magerwiesen: hauptsächlich trockene Mähwiesen und Weiden, hie und da auch kleine Riede. Die Verbreitung dieser Extensivstandorte reicht vom Seeniveau bis hinauf in die Gratlagen.



Blumenwiese im Stuck


Im Projekt NatuRigi beschäftigen wir uns aufs erste vor allem mit diesen Magerwiesen. Wir versuchen – primär an den prächtigsten Standorten – ihre lokalen Eigenheiten zu ergründen, ihre besonderen Charakteristika herauszuschälen und herauszufinden, welche Lebensgemeinschaften und welche Strukturen ihnen ein unverwechselbares Profil geben.

Das Pflanzen- und Tierleben der Rigi Südseite ist vielfältig und voll lokaler Besonderheiten. Blumenprächtige Wiesen und Weiden, durchsetzt mit Wäldern und markanten Felsflühen, geben dem Gebiet sein einzigartiges Gesicht und seine typische Ausstrahlung.



Wald, Wiesen, Weiden und Strukturen an der Rigi Südseite