Auf Wiesen, die längere Zeit nicht genutzt werden, entsteht ein dichter Grasfilz. Er deckt den Boden ab und verhindert das Wachsen der kleinen, Licht liebenden Pflanzen. Während des Winters verrottet der Grasfilz zudem langsam, düngt den Pflanzenbestand und fördert konkurrenzstarke Pflanzen, zum Beispiel die Fiederzwenke und das Pfeifengras.

Die wertvollen Magerwiesen an der Rigi müssen daher mindestens alle paar Jahre gemäht oder sorgfältig beweidet werden. Sonst nimmt die Vielfalt und der Blütenreichtum der Wiesenbestände ab. Und damit geht auch das Insekten- und Tierleben zurück, das auf die speziellen Pflanzenbestände angewiesen ist.

Manche Wiesen an der Rigi sind steil und nicht mit Wegen erschlossen. Die regelmässige Nutzung dieser Wiesen braucht genügend Arbeitskräfte. Bis zu sieben Mal mehr Arbeitsstunden braucht es zum Mähen, Zetten, Schwaden und Einbringen des Heus einer steilen Rigiwiese, im Vergleich zu einer flachen Wiese, die sich maschinell bearbeiten lässt.

Das Projekt NatuRigi sucht für solche Wiesen in den nächsten drei bis vier Jahren – gemeinsam mit den Bewirtschaftern – nach Lösungen, die den Betrieben und den Magerwiesen eine Zukunft geben.



Die Art der Nutzung beeinflusst den Bestand