Erster gemeinsamer Augenschein Im Frühling 2008


Christiane Guyer

Projektleitung, 1963, Lic. Phil. Nat.; Biologin,
“Umwelt und Energie”, uwe, Abteilung Natur und Landschaft, Libellenrain 15, 6002 Luzern

  • Studium der Biologie an der Universität Bern, Weiterbildung in Feldornithologie und Exkursionsleitung, berufsbegleitende Weiterbildung für Personalfachleute, Fachtagungen zu den Themen Bewirtschaftung von Schutzgebieten, Vertragswesen, Landwirtschaft, Moorschutz, Nutzung der Wiesen, Trockenwieseninventar.
  • Mitarbeit bei den Büros Puls, Bern und oekoskop, Gelterkinden. 1992 – 98 Mitglied der Geschäftsleitung von oekoskop und Leitung verschiedener Projekte in den Bereichen Natur und Landschaft.
  • 1998 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Vertragswesen im Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Luzern. Seit 2004 beim uwe, Luzern, Fachleiterin Naturschutzverträge und Mitarbeiterin in den Fachbereichen ökologische Aufwertung und Naturschutzgebiete. Mitautorin der Publikation “Mähwiesen Ökologie und Bewirtschaftung anhand von 11 Beispielen”.

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: „Schon als Kind bin ich oft mit der Familie von der Seebodenalp auf die Rigi gewandert. Jedes Mal war es eine Erlösung, wenn wir das Dach von Rigi Staffel sahen und der Blick sich nach Süden weitete. Die Schönheit der Landschaft an der Rigi, ihre Vielfalt und die Gegensätze darin haben mich geprägt, bis heute. Seit zehn Jahren treffe ich im Auftrag des Kantons Luzern Vereinbarungen mit Bauern zur naturschützerischen Nutzung der Blumenwiesen. Ich kenne die meisten Bauernfamilien und bin immer wieder beeindruckt über die Art, wie sie arbeiten und leben.“


Heinz Bolzern

Modul Naturwerte, 1959, dipl. Natw. ETH
Eigenes naturschutzfachliches Büro, Bellerivestrasse 39, 6006 Luzern

  • Studium der Biologie, diplomiert am Geobotanischen Institut, Zürich. Weiterbildung in Faunistik und Pflanzensoziologie.
  • Haupttätigkeitsgebiete: Flora / Fauna (mit Schwerpunkt: gefährdete Arten), naturschutzfachliche Analysen und Wertungen, Kartierungen und Massnahmenkonzepte
  • Auftragsbeispiele: Grundlagenerarbeitung am Hallwilersee, am Baldeggersee, im Wauwilermoos, an der Pilatusnordseite, an der Rigi, am Vierwaldstättersee; Bearbeitung Rote Listen der Insekten der Schweiz (Libellen, Heuschrecken, Tagfalter) für CSCF; Mitentwicklung Naturschutzkonzepte (Leit- und Zielarten, prioritäre Arten); Mitautor “Mähwiesen Ökologie und Bewirtschaftung anhand von 11 Beispielen”

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: “Die seltene Flora an der Rigi hat mich schon in der Jugendzeit für den Naturschutz sensibilisiert.  Über den Beruf habe ich später auch die interessante Kleintierwelt an der Rigi entdeckt. Fast alljährlich habe ich hier etwa zwei Tage bei der Pflege von Magerwiesen zu tun: Mähen, rechen, Adlerfarn ausreissen. Ich bin voll Bewunderung für – und in Sorge um – die harte Handarbeit der Bauern im durchwegs steilen, oft abgelegenen Gelände.”


Elisabeth Danner

Modul Naturwerte, Biologin
Eigenes Büro für Natur- und Umweltprojekte, Bundesstrasse 34, 6003  Luzern

  • Biologiestudium in Erlangen und Göttingen, Hauptfächer Botanik und Bodenkunde
  • Mitarbeit im Forstingenieurbüro Burger+Stocker, Lenzburg. Erarbeitung vegetations- und bodenkundlicher Kartierungsschlüssel für Waldstandorte, Waldkartierungen.
  • Seit 1997 selbständig. Projektarbeiten: Standortkundliche Kartierung der Wälder im Kanton Luzern. Mitarbeit beim Waldnaturschutz-Inventar der Wälder des Kantons Luzern; Mitarbeit im BAFU-Projekt „Biodiversitätsmonitoring Schweiz“ BDM; Beurteilung von ökologischen Ausgleichsflächen und Hochstammobstgärten (ÖQV);
  • Weiterbildung in Natur- und Umweltpädagogik: Kurs- und Exkursionsleitung
  • Seit 2008: Botanische Konservatorin am Natur-Museum Luzern (30%-Pensum)

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: „Die Rigi ist einer meiner Lieblingsberge. Auf unterschiedlichsten Wegen, kreuz und quer, rauf und runter habe ich sie bereits erwandert, zu jeder Jahreszeit. Und jedes Mal erfreut sich mein Auge an der Vielfältigkeit der Landschaft: dem Wechsel von nackten Felswänden und pelzigem Laubwald, grasigen Runsen und artenreichen Magerwiesen. Es freut mich, durch meine Mitarbeit im Projekt NatuRigi, etwas zu ihrer Erhaltung beizutragen.“


Patrik Wiedemeier

Modul Naturwerte, 1955, dipl phil II, Zoologe
Eigenes Büro für ökologische Beratungen, Tiefmoss 30, 8499 Sternenberg

  • Zoologie-Studium an der Universität Zürich, Vertiefungsgebiet Ökologie.
  • Lehraufträge für Tierökologie an den Hochschulen Wädenswil, Rapperswil und an der Universität Zürich. Dozent bzw. Lehrbeauftragter für Sachfotografie an der Hochschule der Künste, Zürich bzw. an der Hochschule für Kunst, Luzern.
  • Kernbereich Fachkompetenz: Angewandte Tierökologie (Tagfalter, Heuschrecken, Libellen, Spinnen, Wildbienen, Säugetiere,Vögel, Reptilien, Amphibien und andere), Forschungsprojekte Biodiversität und Bioindikation.

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: „Mich zieht es überall dort hin, wo eine reichhaltige Natur existiert, mit vielen speziellen Tier- und Pflanzenarten. Der Rigi-Südhang mit seinen prächtigen Blumenwiesen und den zahlreichen Tagfalterarten ist ein Eldorado für den Naturliebhaber.“


Monika Martin

Modul Landwirtschaft, 1965, dipl. Ing. Agr. ETH
Teilhaberin Beratungsfirma oekoskop, Basel, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

  • Agronomiestudium an der ETH Zürich, Höheres Lehramt Fachrichtung Agronomie, Agrar-Umweltingenieurin SHL Zollikofen, Weiterbildung im Bereich Konfliktmanagement
  • Seit 1994 in der Firma oekoskop AG mit den Hauptaufgaben Finanzen, Beratung in den Bereichen Natur – Landschaft – Landwirtschaft; Vegetationskartierungen, Bewirtschaftung und Umsetzung von Biotopen wie Trockenwiesen und -weiden, Flach- und Hochmoore. Konfliktmanagement.
  • Auftragsbeispiele: Naturschutzvertragsverhandlungen LU; Erstellung von Vernetzungsprojekten im Kanton GR; Futterbauliche Kartierung Melioration Luzein; Weidekonzept Brinzauls, GR; Vegetationskartierungen: Trockenwiesen, Flach- und Hochmoore, Blumenwiesen, Wiesen nach Ökoqualitätsverordnung in diversen Gemeinden, GR; Melioration Wahlen, Teil Natur und Landschaft.

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: „Als Unterländerin aus dem Kanton Schaffhausen, wohnhaft in Bern, arbeite ich an manchen Orten in der Schweiz – auch an der Rigi. Immer wenn ich unterwegs als nahrhafte Zwischenverpflegung Marronis knacke, sehe ich die Chestenenweid vor mir, diesen Naturschatz mit seinen Kastanienbäumen, den Orchideen und Schmetterlingen. Speziell an der Rigi ist, wie sich der Blick ändert: Aus der Höhe in den verschiedenen Bahnen, aus der Ferne vom Schiff her, auf dem Boden – in aller Stille – von Hinterbergen auf den Würzenstock.“


Karl Waser

Modul Landwirtschaft, 1951, dipl. Ing. Agr. ETH
Bis 2009 Landwirtschaftslehrer und Berater, Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung, 6170 Schüpfheim

  • Agronomiestudium an der ETH Zürich, Fachrichtung Pflanzenbau.
  • 1976 – 2009 Fachlehrer und Berater für Futterbau am Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum in Schüpfheim. Entwicklung des Lehr- und Beratungsangebotes in Richtung Ökologie und Landschaft.
  • Alpwirtschaftliche Beratungstätigkeit mit vielen Begehungen auch im Rigigebiet. Koautor von zwei Serien Lernkarten zum Buch „Wiesen- und Alpenpflanzen“ von Walter Dietl.

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: “Über die Korporation Weggis mit ihren Alpen bin ich mit Menschen an der Rigi in Kontakt gekommen und habe sie schätzen gelernt. Unzählige Begegnungen und Begehungen in der vielfältigen Landschaft bereichern mich seit Jahren. Müdigkeit in den Beinen, ein letzter Ausblick auf den Vierwaldstättersee und die Alpenkette –  nach einem Arbeitstag trägt mich die Bahn hinunter ins Tal und bringt mich zufrieden nach Hause.”


Agnes Schneider Wermelinger

Marketingverantwortliche NatuRigi, 1960, eidg. dipl. Bäuerin, Marketingplanerin mit eidg. Fachausweis

Eigenes Büro für Marketing und Kommunikation, Lochland, 6017 Ruswil

  • Praktizierende Bäuerin im Weisstannental SG 
  • Langjährige Beauftragte für Kommunikation des St.Galler Bauernverbandes
  • Seit 2006 selbständige Tätigkeit in Marketing, Kommunikation, Agrarjournalismus und Erwachsenenbildung: Marketingprojekte verschiedenster Art, Beratungstätigkeit für Bäuerinnen und Bauern.

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: "Auch als ehemalige Ostschweizerin bin ich schon mehrmals auf der Rigi gewesen. Der Weitblick, den man dort hat, beeindruckt mich immer wieder. Als ich die Magerwiesen auf der Rigi-Südseite zum ersten mal sah, kam ich aus dem Staunen nicht heraus: So viele einzigartige Blumen und wunderbar prächtige Schmetterlinge! Ganz besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Rigi-Bäuerinnen und -Bauern."


Matthias Diener

Modul Kommunikation, 1946, dipl. Ing. Agr. ETH,
Eigenes Büro Texte, Konzepte, Projekte, Alte Kirchgasse 22, 7215 Fanas GR

  • Nach der Matura Arbeit im Innen- und Aussendienst einer Versicherungsgesellschaft in Bern. Agronomiestudium an der ETH Zürich, dann ein Jahr Projektmanagement am BWI Zürich.
  • Direktionssekretär und Redaktor der Mitgliederzeitung des VOLG (heute fenaco) in Winterthur
  • Seit 1988 selbständige Tätigkeit als freier Journalist und Texter in den Bereichen Umwelt, Bildung, Forst- und Landwirtschaft. Seit 1998 auch Betreuung mehrjähriger Projekte beim Landwirtschaftlichen Informationsdienst, LID, Bern

Mein persönlicher Bezug zur Rigi: „Früher: Die Rigi – aus der Ostschweiz gesehen – ein ferner, blauer Berg. Dann: Eine Vollmondwanderung auf den Gipfel. Später: Hochzeit im Felsentor, Winterferien mit der Familie im Kaltbad. Weitblicke, Tiefblicke, Seeblicke. 2007: In der Scheidegg mit zwei Bauern Lockpfosten für die Landwirtschaft aufgestellt. Jetzt: NatuRigi – Blumenwiesen, Trockenwiesen, Magerrasen; all das bunte, besondere Leben darin. Und die Menschen dahinter. Ich freue mich und bin gespannt.“